Die nächste Wölbern-Pleite: Gericht teilt das Misstrauen des Anlegers in die Geschäftsführung des Wölbern Fonds Holland 58. Und muss endlich sagen, ob Gelder in den Liquiditätspool gegangen sind.

Das Landgericht hat schon wieder eine Wölbern-Gesellschaft verurteilt. Dieses Mal die Geschäftsführerin des Fonds Holland 58. Die muss jetzt dem von GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte vertretenen Anleger sagen, ob und welche Gelder des Fonds in den Liquiditätspool geflossen sind. Und sich selbst gegebenenfalls ans Messer liefern. Denn wenn Gelder abgeflossen sind, könnte das den Strafsrechtstatbestand der Veruntreuung von Anlegergelder indizieren. Ein Hinweis von Frau Rechtsanwältin Nikola Schwadtke und Rechtsanwalt Matthias Gröpper.

Hamburg. 12.12.2012. Das Vertrauen des Anlegers des Wölbern Fonds Achtundfünfzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG (Holland 58) zur Geschäftsführung des Fonds ist zerrüttet. Nach dem dreisten Versuch der Fondsgeschäftsführung, die Gelder des Fonds über die Beteiligung an dem Liquiditätsmanegement-System anderen Wölbern Fonds zur Verfügung zu stellen, wollte die ihm nicht sagen, ob und welche Gelder seines Fonds in welche Gesellschaften gegangen sind. Obwohl das Gericht die Beteiligung an dem niederländischen Liquiditätspool im Eil- und Hauptsacheverfahren verboten hat.

Damit ist jetzt Schluss. Die Kammer für Handelssachen des Landgerichts Hamburg hat die Fondsgeschäftsführerin, die Verwaltung Achtungfünfzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH mit dem umstrittenen Geschäftsführer Prof. Dr. Heinrich Maria Schulte verpflichtet, die Karten auf den Tisch zu legen. Sie muss dem Anleger sagen, welche Verfügungen die Fondsgeschäftsführung im Zusammenhang mit der Beteiligung an dem System getroffen hat. Der Anleger ist erleichtert und ist der Meinung, dass das mindeste sei; schließlich könne die die Anleger nicht nach Gutsherrenart für dumm verkaufen.

Das Landgericht wurde in dem Fall außergewöhnlich deutlich. Es stellte in dem Ersturteil (nicht rechtskräftig) fest, dass die beklagte Fondsgeschäftsführerin den entsprechenden, nichtigen Gesellschaftsbeschluss "unstreitig offenbar umngesetzt" hat und stellte klar, "dies rechtfertigt das Misstrauen des Anlegers gegenüber der Geschäftsführung". Aus Sicht der GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte eine Ohrfeige; das Misstrauen der Anleger gegen die Fondsgeschäftsführung ist begründet.

Eine Meinung, die viele Anleger teilen. Rechtsanwalt Matthias Gröpper von den auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälten: "Wir haben mittlerweile für die Anleger von mehreren Wölbern Fonds diese Auskunftsansprüche geltend gemacht und halten die Mauertaktik der Geschäftsführung für einen Skandal. Denn schließlich gehören den Anlegern die Fonds und die Geschäftsführer verwalten die Gelder der Anleger nur. Vor dem Hintergrund halten wir es für einen beispiellosen Vorgang, dass dem Informationsrecht der Anleger, was mit den Gelder geschieht, erst durch ein Gerichtsurteil abgeholfen wird."

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Rechtsanwalt Matthias Gröpper: "Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Herrn Prof. Dr. Schulte wegen des Verdachts der Veruntreung von Anlegergelder. Es geht um die rechtswidrige Beteiligung an dem Liquiditätspool. Wenn die Vermutung mehrerer Anleger, die Geschäftsführerin habe in dem Zusammenhang schon über Fondsmittel verfügt, bestätigen sollte, dürfte das das Ernittlungsverfahren gegen den Wölbern Chef Schulte befeuern.

Das Landgericht wurde in dem Fall außergewöhnlich deutlich. Es stellte in dem Ersturteil (nicht rechtskräftig) fest, dass die beklagte Fondsgeschäftsführerin den entsprechenden, nichtigen Gesellschaftsbeschluss "unstreitig offenbar umngesetzt" hat und stellte klar, "dies rechtfertigt das Misstrauen des Anlegers gegenüber der Geschäftsführung". Aus Sicht der GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte eine Ohrfeige; das Misstrauen der Anleger gegen die Fondsgeschäftsführung ist begründet.

Wölbern Fonds Holland 58 verliert auch in der Hauptsache. Gericht verbietet die Beteiligung an dem Liquiditätspool.

Hamburg, 06.12.2012. Nachdem das Landgericht der Geschäftsführung des Wölbern Fonds Achtundfünzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG (Holland 58) die Beteiligung an dem Liquiditätspool im Eilverfahren verboten hatte, hat die Richterin nachgelegt und die Entscheidung im Hauptsacheverfahren bestätigt. Die Geschäftsführer dürfen die Gelder des Fonds nicht für das Liquiditätsmanagement-System verwenden und müssen gegebenenfalls alle bisherigen Transaktionen in dem Zusammenhang rückabwickeln.

Das Teilurteil wurde für den Anleger von den auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälten erstritten (401 HKO 46/12, nicht rechtskräftig). Die Anlegeranwälte betreuen über die Schutzgemeinschaft für Wölbern Invest Fonds-Anleger (www.sg-fuer-woelbern-invest-fonds-anleger.de) bereits über 350 Betroffene aus fast allen Fonds und haben in einer ganzen Reihe von Fällen das Verbot zur Beteiligung an dem Liquiditätspool gerichtlich durchgesetzt.

GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Matthias Gröpper meint: "Die Entscheidung ist konsequent. Jetzt muss das Gericht noch klären, ob die Fondsgeschäftsführung auch verpflichtet ist, den Anlegern zu sagen, ob und welche Gelder bereits in den Pool geflossen sind. Das sind zwar sehr weitgehende Auskunftsansprüche, aber wir vertreten die Meinung, dass das Vertrauensverhältnis zwischen den Anlegern und dem Fondsgeschäftsführer, Herrn Prof. Dr. Heinrich Maria Schulte, zerrüttet ist. Gegen den ermittelt nämlich mittlerweile die Hamburger Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Veruntreuung von Anlegergeldern. Ein ganz schwerer Vorwurf. Und das fehelende Vertrauen indiziert unseres Erachtens den Auskunftsanspruch."

Wenn das Gericht dem Antrag stattgeben sollte, wird es spannende. Denn dann muss die Geschäftsführung die Karten auf den Tisch legen. Und das kann Folgen haben. Marktbeobachter gehen mittlerweile davon aus, dass bei vielen Fonds trotz allem Gelder in den Liquiditätspool geflossen sind. "Das wäre eine lupenreine Veruntreuung und dann wäre der Geschäftsführer Schulte nicht mehr zu halten," meint GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwältin Nikola Schwatdke.

Anleger stoppt Beteiligung des Wölbern-Fonds Holland Nr. 58 am Liquiditätsmanagement-System

Hamburg, 27.04.2012. Das Hamburger Landgericht hat erneut die Beteiligung eines Wölbern-Fonds an dem neuen Liquiditätsmanagement-System gestoppt. Dies mal ging es um die Achtundfünfzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG (Holland Nr. 58). Es hat der geschäftsführenden GmbH des Fonds die Kreditvergabe verboten und angeordnet, dass die bereits durchgeführten Maßnahmen unverzüglich beendet werden müssen.

Die Entscheidung erging wegen der Dringlichkeit der Sache wieder ohne mündliche Verhandlung und entfaltet mit der Zustellung des Beschlusses sofort Wirkung (nicht rechtskräftig). Der Anleger des Holland-58-Fonds wurde von dem geschäftsführenden Partner der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper erstritten: "Wir haben das Gericht erneut davon überzeugen können, dass die Durchführung des neuen Liquiditätsmanagement-Systems die wirtschaftliche Situation des Fonds gefährdet und nicht vom Gesellschaftsvertrag gedeckt ist."

Das hat das Gericht jetzt auch in dem Fall bestätigt. Und dies mal wurde sogar eine Schutzschrift, die die Gegnerin zum Schutz vor einer Einstweiligen Verfügung beim Gericht hinterlegt hatte, berücksichtigt. Das hat aber nichts gebracht. Der Richter bestätigte die Einschätzung der Rechtswidrigkeit des Vorhabens und gab den Anträgen des Anlegers vollumfänglich statt.

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Achtundfünfzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG (Holland Nr. 58)

Die Schutzgemeinschaft für Wölbern-Invest-Fonds-Anleger vertritt Anleger der Achtundfünfzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG (Holland Nr. 58). Der Fonds wurde in der Rechtsform der GmbH & Co. KG aufgelegt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt € 51.326.502 dabei wurde Eigenkapital in Höhe von € 23.800.000,00 platziert und 27.526.502,00 € fremdfinanziert. Insgesamt haben sich 990 Gesellschafter mit einem Zeichnungsbetrag ab 15.000,00 € beteiligt.

Der Fonds hat eine Büroimmobilie im Büropark „Hanzeland“ in Zwolle erworben. Die Immobilie wird an die KPN Telecom B.V. sowie an die Gemeinde Zwolle vermietet. Die Immobilie mit ca. 15.912 Quadratmeter Fläche hat € 43.379.330,00 netto gekostet. Die Mietverträge laufen bis 30.04.2015, wobei eine Verlängerungsoption von 2 mal 5 Jahren gezogen werden kann.

Der Fonds wurde in der Rechtsform der GmbH & Co. KG aufgelegt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt € 51.326.502 dabei wurde Eigenkapital in Höhe von € 23.800.000,00 platziert  und 27.526.502,00 € fremdfinanziert.  

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Stand 03/12