Holland Nr. 64 - Vierundsechzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG

Hamburg, 09.03.012. Die Vierundsechzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG (Holland 64) wurde 2008 emittiert und 2008 und 2009 platziert.

Der Fonds hat zwei Gewerbeimmbilien in Haarlem und Arnheim mit einer Gesamtfläche von 18.900 Quadratmeter erworben. Es haben sich knapp 1.000 Anleger an dem Fonds beteiligt.

Wir schätzen die wirtschaftliche Lage des Fonds als ernst ein. Der Fonds hat im letzten Jahr die prognostizierte Miete verfehlt. Zudem bahnt sich eine gefährlichè Auseinandersetzung mit der finanzierenden Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank AG an. Die Geschäftsführung des Holland-64-Fonds hat die Anleger über eine Gesellschafterinformation darüber in Kenntnis gesetzt, dass es Streit über die Bewertung der Immobilie gibt. Die Bank hatte die an den Niederländischen Staat vermietete Fondsimmobilie in Haarlem neu bewerten lassen und war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Immobilie deutlich weniger wert ist. Das hat Folgen: Die im Darlehensvertrag ausgewiesenen Untergrenzen im Verhältnis vom Immobilienwert zum Kredit wurden durchbrochen. Dies vorausgeschickt macht die Bank aus einer entsprechenden loan-to-value-Klausel im Kreditvertrag Ansprüche gegen die Fondsgesellschaft geltend und fordert eine Sondertilgung in Höhe von € 2,5 Mio. von der Fondsgesellschaft, um das behauptete Missverhältnis zwischen dem Immobilienwert und der Kreditsumme wieder in das vereinbarte Verhältnis zu bringen.

Diese Klauseln wurden nicht  im Verkaufsprospekt des Wölbern-Holland-64-Fonds ausgewiesen. Anlegeranwalt Matthias Gröpper vertritt die Meinung, dass das ein Schadenersatz begründender Prospektfehler ist: "Die Verletzung dieser Klausel kann dramatische Folgen haben. Neben dem Sondertilgungsanspruch, der die Liquiditätssituation erheblich gefährdet, hat die Kreditgeberin auch noch ein Sonderkündigungrecht.Wenn die Kreditgeberin den Schritt gehen würde, droht die Liquidation des Fonds und ob die Anleger in dem Fall etwas von ihrem Geld wiedersehen, steht in den Sternen. Darüber müssen Anleger informiert werden."   

Die Schutzgemeinschaft rät Betroffenen, Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen. Hier können Sie Kontakt zur Schutzgemeinschaft aufnehmen.