Wölbern -Fonds Österreich 03 - Schutzgemeinschaft informiert über Schadensersatzansprüche der Anleger

Hamburg, 31.03.2012. Der dritte Österreich-Fonds aus dem Hamburger Wölbern-Haus, die Dritte IFÖ Immobilienfonds für Österreich Gmbh & Co. KG, sieht einer schwierigen Zukunft entgegen. Die Mieter haben die Verträge nicht verlängert und werden nach Lage der Dinge im nächsten Jahr ausziehen. Wenn nicht schnell ein Nachmieter zu ähnlichen Konditionen gefunden werden wird, könnte der Fonds in Probleme geraten.

Die Schutzgemeinschaft hat vor diesem Hintergrund für einen Gesellschafter den Österreich 03-Fonds die Haftung Dritter geprüft. Bei der Durchsicht der Unterlagen haben GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte, die die Schutzgemeinschaft Wölbern-Fonds vertritt, mehrere Schwachstellen bei der Darstellung der Risiken im Verkaufsprospekt identifiziert:

Es fehlen Angaben zum so genannten Revitalisierungsrisiko und die denkbaren Revitatlisierungskosten sind bei den Prognoserechnungen nicht hinreichend berücksichtigt worden. Wenn eine Gewerbeimmobilie nach der Beendigung des Mietvertrags einen neuen Mieter sucht, muss die Inhaberin die Immobilie in aller Regel auf eigene Kosten dem veränderten Nutzungsanspruchs der Neumieterin anpassen und umbauen. Das kann viel Geld kosten und könnte der Geschäftsführung die Bilanzen verhageln. Anleger laufen Gefahr, über Jahre hinweg auf die in Aussicht gestellten Ausschüttungen verzichten zu müssen. Das ist nach der Meinung des Schutzgemeinschaftsrechtsanwalts Matthias Gröpper von den auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte ein Prospektfehler, für den die Prospektverantwortlichen haften.

Zudem ist Rechtsanwalt Gröpper der Meinung, dass die Vertriebskosten nicht richtig ausgewiesen worden sind: Die Anleger wurden in dem Prospekt im Zusammenhang mit der Darstellung der Mittelverwendung nur über eine Fußnote darüber informiert, dass sich die tatsächlichen Kosten für den Vertrieb der Beteiligung nicht bei € 1,5 Mio., sondern auf € 3 Mio. belaufen. Das Agio in Höhe von € 1,5 Mio. wurde in Fließtext nämlich nicht berücksichtigt.

Darüber hinaus scheint nicht einmal ein Drittel der Anlegergelder für Investitionen in das Objekt verwendet worden zu sein. Das lässt, so Rechtsanwalt Gröpper weiter, ganz grundsätzlich Zweifel an der wirtschaftlichen Plausibilität des Fondskonzepts laut werden.

Im Übrigen sind die Vermittler des Fonds großzügig bezahlt worden. Nach unseren Berechnungen sind mindestens 9,5 % der Anlegergelder in die Taschen der Vermittler gewandert. Die Schutzgemeinschaft geht zudem davon aus, dass ein Teil der Vertriebsvergütungen Rückvergütungen sind. Rechtsanwalt Gröpper: "Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs müssen Banken bei der Vermittlung von Kapitalanlagen auf die Annahme vn Rückvergütungen zwingend hinweisen. Wenn Sie das nicht getan haben, hafaten sie unabhängig von anderen, möglicherweise auch in Betracht kommenden Pflichtverletzungen."

Wölbern Fonds Östereich 03 in Nöten - Hauptmieter beendet Mietvertrag

Hamburg, 25.03.2012. Die Dritte IFÖ Immobilienfonds für Österreich GmbH & Co. KG (Österreich 03) befindet sich in einer sehr ernsten Lage. Die Hauptmieterin hat mitgeteilt, dass sie den bis zum 30.09.2013 laufenden Mietvertrag mit dem Wölbern-Fonds nicht verlängern wird.

Die Fondsimmobilie wurde unter anderem an die Wirtschaftsuniversität Wien vermietet und nutzt rund zwei Drittel der Gesamtfläche. Jetzt läuft der Fonds Gefahr, keinen neuen Mieter zu adäquaten Bedingungen zu finden und die Flächen, wenn denn ein neuer Mieter kommen sollte, mit einem hohen Kapitalaufwand anpassen zu müssen.

Zudem besteht das Risiko, dass die übrige Fläche auch bald leer steht. Die Mieterin, die Universität Wien, hat noch nicht erklärt, dass sie die Immobilien weiter nutzen wird.

Das kann nach der Einschätzung des Schutzgemeinschaft für Wölbern-Fonds-Anleger, Herrn Rechtsanwalt Matthias Gröpper, für die Gesellschafter weitreichende Folgen haben: "Der Fonds hat mit den Mieten kalkuliert. Wenn die jetzt auch nur vorübergehend ausfallen würden, würden die Anleger wahrscheinlich keine Ausschüttungen erhalten. Zudem besteht die Gefahr, dass der Fonds zahlungsfähig wird. Die Kosten laufen nämich weiter und die Rücklagen sind so gering, dass der Fonds eine längere Zeit ohne Mieter nicht überstehen würde."

Dritte IFÖ geschlossener Immobilienfonds für Österreich - Österreich Nr. 03

Hamburg, 13.04.2012. Die Schutzgemeinschaft für Wölbern-Invest-Fonds-Anleger vertritt Anleger der Ersten IFÖ geschlossener Immobilienfonds für Österreich GmbH & Co. KG (Österreich Nr. 03). Der Fonds wurde in der Rechtsform der GmbH & Co. KG aufgelegt. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug € 56.501.000,00, dabei wurde Eigenkapital in Höhe von € 30.001.000,00 platziert und € 26.500.000,00 fremdfinanziert. Insgesamt haben sich 902 Gesellschafter mit einem Zeichnungsbetrag ab 15.000,00 € zuzüglich 5 % Agio beteiligt.

Der Fonds hat eine Büroimmobilie in Wien erworben. Die Immobilie ist an  die Wirtschaftsuniversität Wien sowie an die Universität Wien als auch an die Wirtschaftsuniversität Wien, die Universität Wien sowie an die Mobilcom Austria AG & Co KG vermietet und hat mit einer ca. 25.423 Quadratmeter Fläche € 48.967.212,00 netto gekostet. Die Mietverträge sollten über einen Zeitraum von 10 Jahren laufen. Die Wirtschaftsuniversität Wien hat jedoch angekündigt, ihren Mietvertrag über 2013 hinaus nicht zu verlängern.

Haben Sie INteresse an Informationen im Zusammenhang mit Ihrer Beteiligung an dem Wölbern-Fonds Österreich 03? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.