< Nächster Erfolg für Wölbern-Anleger: Das Oberlandesgericht bestätigt Verbot des Liquiditätsmanegemnt-Systems bei Holland 65
06.12.2012 14:04 Alter: 8 Jahr/e

Wölbern Fonds verliert auch in der Hauptsache. Gericht verbietet die Beteiligung an dem Liquiditätspool.

Das Landgericht Hamburg hat jetzt der Geschäftsführerin des Wölbern Fonds Holland 58 verboten, Gelder in den Liquiditätspool zu stecken und die Rückabwicklung aller Geschäfte in dem Zusammenhang angeordnet. Ein Beitrag von Frau Rechtsanwältin Nikola Schwadtke und Herrn Rechtsanwalt Matthias Gröpper.


Hamburg, 06.12.2012. Nachdem das Landgericht der Geschäftsführung des Wölbern Fonds Achtundfünzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG (Holland 58) die Beteiligung an dem Liquiditätspool im Eilverfahren verboten hatte, hat die Richterin nachgelegt und die Entscheidung im Hauptsacheverfahren bestätigt. Die Geschäftsführer dürfen die Gelder des Fonds nicht für das Liquiditätsmanagement-System verwenden und müssen gegebenenfalls alle bisherigen Transaktionen in dem Zusammenhang rückabwickeln.

Das Teilurteil wurde für den Anleger von den auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälten erstritten (401 HKO 46/12, nicht rechtskräftig). Die Anlegeranwälte betreuen über die Schutzgemeinschaft für Wölbern Invest Fonds-Anleger (www.sg-fuer-woelbern-invest-fonds-anleger.de) bereits über 350 Betroffene aus fast allen Fonds und haben in einer ganzen Reihe von Fällen das Verbot zur Beteiligung an dem Liquiditätspool gerichtlich durchgesetzt.

GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Matthias Gröpper meint: "Die Entscheidung ist konsequent. Jetzt muss das Gericht noch klären, ob die Fondsgeschäftsführung auch verpflichtet ist, den Anlegern zu sagen, ob und welche Gelder bereits in den Pool geflossen sind. Das sind zwar sehr weitgehende Auskunftsansprüche, aber wir vertreten die Meinung, dass das Vertrauensverhältnis zwischen den Anlegern und dem Fondsgeschäftsführer, Herrn Prof. Dr. Heinrich Maria Schulte, zerrüttet ist. Gegen den ermittelt nämlich mittlerweile die Hamburger Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Veruntreuung von Anlegergeldern. Ein ganz schwerer Vorwurf. Und das fehelende Vertrauen indiziert unseres Erachtens den Auskunftsanspruch."

Wenn das Gericht dem Antrag stattgeben sollte, wird es spannende. Denn dann muss die Geschäftsführung die Karten auf den Tisch legen. Und das kann Folgen haben. Marktbeobachter gehen mittlerweile davon aus, dass bei vielen Fonds trotz allem Gelder in den Liquiditätspool geflossen sind. "Das wäre eine lupenreine Veruntreuung und dann wäre der Geschäftsführer Schulte nicht mehr zu halten," meint GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwältin Nikola Schwadtke.