< GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte vertritt Wölbern-Fonds-Anleger-Schutzgemeinschaft
16.03.2012 10:25 Alter: 9 Jahr/e

Schutzgemeinschaft bereitet Einstweilige Verfügung zur Verhinderung des neuen Liquiditätsmanagement-Systems vor


Hamburg, 16.03.2012. Die Schutzgemeinschaft hat von einer Anlegerin der Zweiundfünfzigster IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG (Holland 52) den Auftrag erhalten, die Ausführung des Beschlusses der Gesellschafter über die Einführung eines neuen Liquiditätsmanagement-Systems zu verhindern. Der Prozess soll zunächst im einstweiligen Rechtsschutz geführt werden.

Die Liquidität der Fonds soll durch den neuen Beschluss vereinfacht gesagt über die Beteiligung an der Wölbern Liquiditätdpool GbR anderen Fonds als Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Das birgt viele Risiken und könnte die gut laufenden Fonds in erhebliche Schwierigkeiten bringen.

Schutzgemeinschafts-Anwalt Matthias Gröpper: "Wir vertreten die Meinung, dass die Durchfürung des neuen Liquiditätsmanagement-Systems extrem gefährlich ist und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Fondskonzepts nachhaltig beeinträchtigen kann. Wenn Fonds, die Darlehen empfangen haben, in Zahlungsschwierigkeiten geraten, können die Darlehen nicht mehr zurückgezahlt werden und dann könnten die darlehensgebenden Fonds Liquiditätsprobleme bekommen. Das ist nicht vertretbar." Experten sprechen in solchen Fällen von einem möglichen Domino-Effekt. An und für sich gut laufende Fonds werden durch schlecht laufende Fonds in die Krise gerissen.

Zudem gehen die Schutzgemeinschaftsanwälte davon aus, dass der entsprechende Beschluss die Änderung des Gesellschaftszwecks indiziert, weil der Fonds außerhalb seines Kernbereichs, der Verwaltung der Amsterdamer Büroimmobilie, in einem ganz anderen Geschäfstzweig, nämlich der Darlehensvergabe, tätig wird. Rechtsanwalt Gröpper: "Satzungsänderungen müssen mindestens 75% der Anleger, die sich an der Abstimmung beteiligen,  zustimmen. Das ist hier nicht der Fall, Beim Holland-52-Fonds haben nur 69% der Anleger für die Einfürhung des Liquiditätsmanagement-Systems gestimmt. Das reicht so oder so nicht aus." Zudem sollten solche weitreichenden Beschlüsse, so Gröpper weiter, sowieso nicht im Umlaufverfahren beschlossen werden. Die Anleger sollten die Möglichkeit zum direkten Meinungsaustausch im Rahmen einer Präsenzveranstaltung erhalten. Das ist auch nicht geschehen.