< Wölbern Fonds verliert auch in der Hauptsache. Gericht verbietet die Beteiligung an dem Liquiditätspool.
07.03.2013 14:07 Alter: 8 Jahr/e

Wölbern muss die Karten beim Hollandfonds 52 offen legen.

Gericht fordert Aufklärung über alle Geschäftsführungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Ein- /Durchführungsliquiditätsmanagementsystems.


Hamburg, 25.02.2013. Das Landgericht hat keinen Zweifel an dem Auskunftsanspruch der Klägerin der 52 Geschlossene Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG gelassen. Die Geschäftsführerin muss alle Transaktionen im Zusammenhang mit dem umstrittenen und in den meisten Fällen zwischenzeitlich gerichtlich verbotenen Liquiditätsmanagementsystem offenlegen.

Und das könnte Folgen für die Geschäftsführung haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nämlich mittlerweile gegen den Geschäftsführer Herrn Professor Dr. Heinrich Maria Schulte wegen des Verdachts der Veruntreuung der Anlegergelder. Und wenn sich die Besorgnis der Anlegerinnen, dass die Geschäftsführung bereits Gelder in den Liquiditätspool transferiert hat, bestätigen sollte, dürfte das auch die Staatsanwaltschaft interessieren. Denn nach Einschätzung der die Anlegerin vertretenen Hamburger GRÖPPERKÖPKE Rechtsanwälte könnte das eine Verurteilung des Geschäftsführers befeuern.

Die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPERKÖPKE Anlegeranwälte sind seit über einem Jahr an der Sache Wölbern dran und vertreten mittlerweile mehrere hundert Betroffene. Zunächst ging es vor allem um die Verhinderung der Beteiligung mehrerer Fonds an dem Liquiditätsmanagementsystem. Gut laufende Fonds sollten kriselnden Fonds Kapital aus der Liquidität zur Verfügung stellen. Das konnte weitgehend verhindert werden. Mittlerweile haben die Anlegeranwälte mehrere Indizien identifiziert, die die Haftung der Vermittler und der Geschäftsführer wahrscheinlich werden lassen. Anleger wurden Reihenweise nicht über die sogenannten loan to value –Klauseln aufgeklärt. Das sind branntgefährliche Klauseln, die es den objektfinanzierenden Banken ermöglichen, unter bestimmten Voraussetzungen Sondertilgungen verlangen und wenn die Fonds nicht das Geld für diese Sondertilgungen haben, droht die Zwangsverwertung der Immobilien.

Anleger könnten in dem Fall alles verlieren. Deshalb beraten die Rechtsanwälte Betroffene, von einem aufs Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt alle in Betracht kommenden Rückabwicklungsmöglichkeiten prüfen zu lassen: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, meint die GRÖPPERKÖPKE Rechtsanwältin Nikola Schwadtke.