09.03.2012 10:31 Alter: 9 Jahr/e

GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte vertritt Wölbern-Fonds-Anleger-Schutzgemeinschaft


Hamburg, 09.03.2012. Die auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte haben eine Schutzgemeinschaft für alle Anleger von Wölbern-Fonds gegründet. Sie betreuen die Fondsgesellschafter und vertreten die Interesse der  Anleger.

Die Hamburger Wölbern Bank, die mittlerweile liquidiert wird, hat eine ganze Reihe von geschlossenen Fonds aufgelegt, die unter anderem in Immobilien in Holland, Österreich, Polen, Frankreich und England investiert haben.

Viele Fonds sind auf Kurs. Die will der Wölbern-KG-Chef Prof. Dr. Heinrich Maria Schulte, ein ehemaliger Arzt, jetzt in vielen Fällen zur Beteiligung an einem neuen Liquiditätsmanagement-System veranlassen. Die Liquidität der Fonds soll vereinfacht gesagt über die Beteiligung an der Wölbern Liquiditätdpool GbR anderern Fonds als Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Das birgt viele Risiken und könnte die gut laufenden Fonds in erhebliche Schwierigkeiten bringen. Der Hamburger Anlegeranwalt Matthias Gröpper plant zur Verhinderung der Durchführung des Liquiditäts-Systems deshalb für Anleger die Einleitung rechtlicher Schritte.

Zudem laufen mehrere Fonds schlecht. Die Anleger drohen ihr eingesetztes Kapital ganz oder teilweise zu verlieren. In den Fällen prüft die Schutzgemeinschaft für die Anleger die Haftung Dritter und versucht gegebenenfalls, Schadensersatzansprüche durchzusetzen. Rechtsanwalt Gröpper: "Uns liegen mehrere Fälle vor, in denen Anleger nicht richtig über die mitd er Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds folgenden erheblichen Risiken nicht richtig aufgeklärt wurden. In den Fällen können die Anleger Schadensersatzansprüche gegen den Berater beziehunsgweise die beratende Bank gelten machen."

Wenn die Beteiligungen durch Banken vermittelt wurden, hätten die Anleger über die Annahme von Zuwendungen informiert werden müssen. Zuwendungen sind alle geldwerten Vorteile, die die Fondsgesellschaft an die Bank zur Förderung des Vertriebs der Beteiligungen gezahlt hat, beispielsweise Rückvergütungen und Abschluss- und Bestandspflegeprovisionen. Der Bundesgerichtshof vertritt mit der so genannten Kick-Back-Rechtsprechung die Meinung, dass die Banken durch die Annahme von Rückvergütungen die Interessen des Anleger verletzen könnten und deshalb darüber aufklären müssen. Zudem wird in der Rechtsprechung die Meinung vertreten, dass die Zuwendungen an die Anleger herausgegeben werden müssen. "Wenn Sie das nicht getan haben, was in den meisten Fällen so gewesen sein dürfte," so Anlegeranwalt Gröpper weiter, "könnten sie unter bestimmten Voraussetzungen wegen der Veruntreuung von Kundengeldern in Anspruch genommen werden."

Darüber hinaus vertreten wir die Meinung, dass einige Fonds die besonderen Risiken nicht richtig im Prospekt ausgewiesen haben. "In den Fällen", so Rechtsanwalt Gröpper weiter, "kann man die Prospektverantwortlichen unter bestimmten Voraussetzungen in Anspruch nehmen".

Wenn die Anleger Schadensersatzansprüche aus Informationspflichtverletzungen durchsetzen, müssen die Berater beziehungsweise die Banken den Anlegern alle Zahlungen ersetzen, die sie im Zusammenhang mit der Beteiligung und der Geltendmachung der Ansprüche aufgewendet haben. Rechtsanwalt Gröpper: "Die Fonds werden dadurch übrigens nicht geschädigt. Die verurteilten Berater/ Banken treten an die Stelle der Anleger und werden selbst Geselslchafter. Das Kapital wird den Fondsgesellschaften dadurch also in aller Regel nicht entzogen."